Starke Mütter in Berlin-Mitte
Ein Projekt von K*I*D*S e.V.Archiv für Müttertreff
„Sieh’s doch mal so!“ – Humor in allen Lebenslagen
Methoden wie Improvisation, Rollenspiel, Clownerie und Wortspiel ermöglichen eine neue Sicht auf sich selbst und auf alltägliche Situationen. Für Alleinerziehende, die über sich und ihren Humor nachdenken wollen, und offen dafür sind, sich eine Clownsnase aufzusetzen.
Mit Kati Majoros, Sozialpädagogin und Clownin
Adriana Fernandes Richter paßt auf die Kinder auf. Antje Remke begrüße die Teilnehmerinnen.
Termin: Sonnabend, 06. 11. 2010 / 14 – 17 Uhr
Kosten: 9 erm. 6 EuroMit Kinderbetreuung
Verbindliche Anmeldung bis 1.11.
Manchmal ist es online einfacher
Besonders mit kleinen Kindern sind Mütter häufig ans Haus gebunden. Wenn es Familien- und Müttertreffs in der Nähe gibt ist es gut. Doch gerade im Herbst und Winter ist es bei schlechtem Wetter und Dunkelheit manchmal mühsam hinauszugehen.
Doch wollen Frauen deshalb auf einen Austausch verzichten? Sicherlich nicht.
Glücklicherweise sind Internet und online-chats völlig witterungsunabhängig. Wir haben bereits im letzten Newsletter einige online-Foren erwähnt. Nun haben wir eine extra Kategorie „online“ eingerichtet, so dass Sie noch einfacher Zugang haben.
Danke auch an Maren Vergiels, die uns auf das Forum DIE ALLEINERZIEHENDE aufmerksam gemacht hat.
Wenn Sie von weiteren Webseiten und Foren wissen, sagen Sie uns einfach per email oder Kommentarfunktion Bescheid.
Noch wenige Plätze frei: Meditatives Malen für Alleinerziehende
Wir malen nach Lust und Laune die vielfältigen Farben des schwindenden Sommers auf Papier, freuen uns gemeinsam an der Pracht und verabschieden uns von ihr, damit neues Wundervolles entstehen kann.
Lassen Sie sich überraschen, was Sie bei Musik und Meditation alles zu Papier bringen werden.
Mit Annett Ulonska Kizilgün, Kunsttherapeutin
Termin: Samstag, 18. September, 14 – 17 Uhr mit Kinderbetreuung
Anmeldung bis 16.9. erbeten
Deutsch-Workshop der Kiezmütter besucht die Amerika Gedenkbibliothek
Die Amerika Gedenkbibliothek am Halleschen Tor hat eine wunderbare Atmosphäre. Hier lernen Alt und Jung, Studierende und Laien, Männer und Frauen. Es gibt Computer, Bücher, Filme, Musik. Eine wunderbarer Ort zum Stöbern und Entdecken.Der Deutsch-Workshop der Kiezmütter fährt gemeinsam mit der U-Bahn dorthin. Bitte Fahrkarte selbst mitnehmen.
Kiezmütter – Herbstferienprogramm
In den Berliner Herbstferien vom 11. – 23. Oktober steht ein wechselndes Ausflugsprogramm für Kinder und Mütter auf dem Programm. Vielleicht ins Aquarium, ins Museum oder in den Park. Bleiben Sie im Kontakt mit den Kiezmüttern, dann erfahren Sie alles ganz genau.
Mütter gestalten ihren Raum – Sozialrechtsberatung
Zum Sozialrecht gibt es immer unendlich viel Fragen, und meistens ist es schwer zu verstehen. Deshalb besucht Rechtsanwältin Annelie Jaschinski (Sozialrecht) das Projekt „Mütter gestalten ihren Raum“. Ihr können Fragen gestellt werden, wie z.B. wo kann ich die gesetzestexte finden, welche Rechte habe ich als Mutter, an wen wende ich mich wenn ich mit ALG II Probleme habe.
Sozialrechtsberatung: Termin: Donnerstag, 28.10.2010, ca 12.00 Uhr
Kontakt: Geraldine Endrizzi, Dilek Mansuroglu
Ort per Klick: Kinderzentrum „Ottokar“ e.V.
Schmidstraße 8, 10179 Berlin
“Alleinerziehend zu sein ist der härteste Job der Welt”
Einmal im Monat geht Antje ins Schlaraffenland. „Du kommst dorthin und sie haben Kuchen für dich gebacken,“ schwärmt sie. „Du setzt dich und bekommst Tee serviert. Es ist wie eine kleine Familienrunde.“
Antje ist 26, alleinerziehende Mutter, ihr Sohn ist 20 Monate alt und sie ist noch in Elternzeit. Das von ihr beschriebene Schlaraffenland findet sie jeden zweiten Samstag im Monat in der Großen Hamburger Straße 29 im Café Eva-Sophie
Der Name Eva-Sophie beschreibt die kontinuierliche Zusammenarbeit des Ökumenischen Frauenzentrums Evas Arche mit der Evangelischen Kirchengemeinde Sophien und der Evangelischen Familienbildung im Kirchenkreis Stadtmitte. Sie bilden ein festes Team von Mitarbeiterinnen in dieser zweistündige Oase für Alleinerziehende, so dass sich Kinder und Mütter hier eingewöhnen und gut Vertrauen aufbauen können.
Während dieser Zeit werden die ganz Kleinen Adriana anvertraut, die mit ihnen bastelt. Größere Kinder können mit der Pfarrerin auf Entdeckungstour geben, und die Mütter haben Raum für vertraute und manchmal auch sorgenvolle Gespräche mit Antje Remke vom Frauenzentrum.
Die Mütter schätzen dieses Angebot an einem Tag, an dem es sonst wenig Angebote für sie gibt. „Die Wochenenden können schrecklich sein,“ bestätigt Ela, 30 Jahre, alleinerziehende Mutter einer Tochter von 20 Monaten. „Ich kann nicht immer Radtouren machen oder Basteln. Und in dem Alter kannst du mit Kindern noch nicht so viel machen. Hier kann man zusammen essen, sich austauschen. Du kannst auch mal deinen Frust abladen.“
Kennen gelernt haben sich Antje und Ela in einer Pekip-Gruppe. Alleinerziehend sind sie von Anfang an. Mit anderen Menschen zusammen zu kommen ist für beide sehr wichtig. Ein Genuss vor nicht allzu langer Zeit war das Ausflugsangebot von Evas Arche in den Zoo von Eberswalde.
„Ich war hier in Berlin natürlich auch schon im Tierpark,“ sagt Antje. „Doch der Ausflug mit anderen war gut. Der Alltag zehrt an den Kräften und es ist leichter in einer Gruppe Zug zu fahren. Du kannst einfach mal auf Toilette gehen und die anderen passen für 5 Minuten auf dein Kind auf.“
Sonst sind Alleinerziehende oft 24 Stunden für ihre Kinder zuständig.„Ich habe mich für diese Situation entschieden, sie hat mich auch viel stärker gemacht, bewusster,“ fährt Antje fort. „Ich gehe mit ihm zum Sport, hab ein Seminar zu gesunder Ernährung gemacht, alles mögliche. Ich habe mich keinen einzigen Tag gelangweilt. Doch manchmal fühle ich mich allein und dann brauche ich den Austausch.“
Und obwohl auch Ela sich dafür entschied, in den ersten anderthalb Jahren ganz für ihre Tochter da zu sein, möchte sie die verschiedenen Mütter- und Elterntreffs in ihrem leben nicht missen. „Im ersten Jahr habe ich den Grundbaustein zwischen meiner Tochter und mir gelegt, und weil ich zuerst nur für sie da war, hat sie gemerkt, dass ihre Mama ihr Halt ist,“ sagt sie. „Doch es war auch wichtig, Sachen mit anderen gemeinsam zu machen, so dass sie lernen konnte, dass wir Individuen sind. Außerdem wäre ich ohne diese Einrichtungen viel öfter allein gewesen. Einsamkeit ist das schlimmste, was einer Alleinerziehenden passieren kann.“
Dabei ist für beide der Kontakt mit anderen Alleinerziehenden manchmal leichter als mit Elternpaaren. Bei Familien haben sie schnell das Gefühl zu stören oder es erinnert schmerzlich an die eigene Partnerlosigkeit. Auch fühlen sie sich von anderen alleinerziehenden Müttern direkter verstanden. „Wenn ich mit einer alleinerziehenden Mutter über schlaflose Nächte spreche, dann weiß die andere genau, wie sich das anfühlt,“ sagt Antje. „Ich kann von alleinerziehenden Mütter auch leichter Hilfe annehmen, denn ich weiß, dass sie im gleichen Boot sitzen.“
Die beiden haben auch schon überlegt, ob sie eine große Wohnung zusammen beziehen, aber da müsste jede auch ihren eigenen Bereich haben. Unterstützung und Großfamilienflair sind da ihre Sehnsuchtsgedanken. „Wenn es mir schlecht geht und Ela bringt mir einen Topf Suppe, der drei Tage hält, sieht die Welt gleich wieder besser aus,“ sagt Antje.
Außerdem hätten sie zwei Fragen geklärt, über die sie oft sprechen: Betreuung der Kinder und Flexibilität. „Früher habe ich gedacht, das ist doch kein Ding, man gibt das Kind einfach ab,“ sagt Ela. „Doch jetzt sehe ich es ganz anders und brauche ganz viel Vertrauen in die Betreuungsperson. Bisher habe ich mich nie länger als drei Stunden weggetraut.“
Außerdem lässt die notwendige langfristige Planung keine Spontaneität zu. „Wir haben auch schon versucht, privat eine Unterstützungszirkel aufzuziehen,“ sagt Ela. „Doch das ist richtig kompliziert. Erst sagen alle ja und wenn es dann drauf ankommt, ist auf einmal niemand da.“
Doch die beiden schmieden weiter Pläne. „Wir wollen es uns zur Routine machen, ein Mal im Monat jemanden als Babysitter zu finden und dann auszugehen,“ erklärt Ela. „Ich will mal wieder Frau sein und nicht immer nur Mutter.“
Einen Abend im Monat für ihr eigenes Vergnügen ist ein Wunsch. Wichtiger ist den beiden die Rückkehr in das Berufsleben und sie beginnen jetzt mit den Bewerbungen. Ela möchte aufgrund der geregelten Arbeitszeiten im Bürobereich. Antje sucht erstmal ein Praktikum im Medienbereich, obwohl ihr klar ist, dass gerade da flexible Arbeitszeiten dort gang und gäbe sind und manchmal nur schwer mit Kindererziehung und -betreuung vereinbar.
Doch zu genau mögen sie sich nicht vorstellen, was im Berufsalltag auf sie und ihre Kinder zukommt. Dann würde sie vielleicht der Mut verlassen. „Als Alleinerziehende wird man immer danach gefragt, wie man es mit dem Kind schaffen will,“ befürchtet Antje. „Und ich habe richtig Angst was passiert, wenn ich wieder arbeiten gehe und das Kind krank wird,“ ergänzt Ela. „Alleinerziehend zu sein ist der härteste Job der Welt.“
Kiezmütter – Gemeinsam arabisch kochen und essen
Gemeinsam zu Essen hat in arabischen Familien eine große Tradition. Und wer schon mal zusammen mit anderen ein Essen vorbereitet hat, weiß, dass auch bei der Zubereitung wunderbare Gespräche möglich sind.
Möglichkeiten des Austausches gibt es bei den Kiezmüttern
Dienstag, den 14. September von 9 bis 12 Uhr im Kinderverein Ottokar e.V.
Wanderung in Gemeinschaft
Evas Arche – Denken neu lenken: Mut
Manchmal wünschen wir uns, dass alles beim Alten bleibt. Ungewohntes und Unbekanntes ängstigt uns und wir wagen deshalb keine Veränderung. Das kann manchmal vor Enttäuschungen schützen, uns aber auch um Erfahrungen bringen, die uns bereichern könnten. Es ist wichtig, sich immer wieder mal zu erinnern, wann wir uns schon einmal etwas getraut haben und sich gegenseitig zu erMUTigen.
Montag, 21. 06. 2010 / 19.30 – 21.30 Uhr
Mit Antje Remke, Coach



